Bis zum heutigen Tag kann nicht mit vollkommener Sicherheit gesagt werden, woher die Spätzle eigentlich stammen und woher deren Name überhaupt kommt.
Erstmals urkundlich erwähnt werden die "Spätzle" im Jahre 1725, doch Historiker gehen davon aus, dass die "schwäbischen Nudeln" schon weitaus früher verbreitet waren. Sie fanden sehr früh Eingang in die schwäbische Küche und bilden bis heute deren wichtigstes Element. Auf eine lange Geschichte des "Nationalgerichts" der Schwaben weisen schon Kupferstichdarstellungen aus dem Mittelalter hin, welche Spätzlebretter und erste Formen von Nudelmaschinen zeigen.
Die Bezeichnung "Bettelleits Nudla" hat ebenfalls einen historischen Ursprung. Aufgrund der einfachen Herstellung und der Nahrhaftigkeit waren es vor allem ärmere Familien, die sich von Spätzle ernährten.
Um die sprachliche Herkunft des Begriffs ranken sich unterschiedliche Legenden. Eine Annahme geht davon aus, dass sich der Begriff vom italienischen Wort "spezzato" ableitet, was übersetzt "gestückelt" bedeutet. Andere Theorien vertreten die Ansicht, die Bezeichnung sei den Hausfrauen geschuldet, die den Spätzleteig wie einen "Spatz in der Hand" hielten, und beim Schaben eben einzelne "Spatzen" bzw. "Spätzle" herstellten.